Neues Team ist voller Tatendrang - ADF wählt neuen Vorstand!

Dienstag, 05.05.2020

 

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) an der Universität Göttingen wählte auf der digitalen Mitgliederversammlung am 04.05.2020 einen neuen Vorstand, der nun voller Tatendrang die Geschicke der Hochschulgruppe für ein Jahr leiten wird.

Die neue Vorsitzende der ADF ist Alina Angermann. Sie studiert im zweiten Semester Betriebswirtschaftslehre. Alina Angermann bedankt sich im Namen der Gruppe beim vorherigen Vorstand für das umfassende Engagement und schaut zuversichtlich auf ihre neue Aufgabe: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand und der gesamten Gruppe. Wir sind sehr motiviert und hoffen, die Arbeit der ADF und der Fachschaftsgruppen weiter voranzubringen.“ Dabei wird sie von der stellv. Vorsitzenden Viktoria Funk, sechstes Semester Jura, unterstützt. Alexander Ohm studiert Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte und wird weiterhin die Finanzen der ADF betreuen. Mit dem Wissensmanagement und dem Austausch innerhalb der Gruppe wird sich Robert Rathke, viertes Semester Theologie und ehemaliger Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), als Innenreferent beschäftigen. Zu einem guten Studium gehören auch erstklassige Parties, um die sich der Veranstaltungsreferent Ferdinand Schulte zu Sodingen kümmern wird, sobald das hinsichtlich der aktuellen pandemischen Lage wieder möglich sein wird.

 

Neben dem Vorstand wählte die Mitgliederversammlung Rene Rahrt, Promovend in der Chemie, zum Pressesprecher der ADF. Er wird in Absprache mit dem Vorstand der Presse Rede und Antwort stehen. Außerdem wurde John Brüne, sechstes Semester Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften sowie im vergangenen Jahr Hochschulreferent im AStA, zum Fraktionssprecher der ADF im Studierendenparlament (StuPa) gewählt. „Zunächst wird es nun darum gehen, das Studierendenparlament wieder gesundheitlich unbedenklich tagen zu lassen. Im Anschluss muss das Parlament seinen Aufgaben nachkommen und den zukünftigen Haushaltsplan der Studierendenschaft diskutieren, damit auch die Fachschaftsräte, die Fachgruppen und der AStA ihre Arbeit wieder wie gewohnt aufnehmen können“, formuliert John Brüne die Agenda für die nahe Zukunft. Alina Angermann ergänzt zur Oppositionsarbeit der ADF: „Uns ist wichtig, konstruktiv mit den Fraktionen im StuPa zusammenzuarbeiten, denn damit können wir am besten serviceorientierte Hochschulpolitik für unsere Kommiliton*innen gestalten.“

 

Referenzen:

[1] Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder, 05.05.2020, Link: https://www.adf-goettingen.de/über-uns/vorstand/

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Studierende in Zeiten von Corona finanziell absichern - ADF schließt sich Bündnis Solidarsemester an!

Mittwoch, 08.04.2020

Die COVID19-Pandemie stellt die Gesellschaft vor eine der größten Herausforderungen der Nachkriegszeit. Neben der prekären Lage für das Gesundheitssystem stehen auch andere Bereiche wie die Wirtschaft oder das Bildungssystem vor weitreichenden Problemen. Im Zuge dessen haben viele Studierende pandemiebedingt ihre Nebenjobs und damit einen wichtigen Teil ihrer Existenzsicherung verloren. Nachdem in letzter Zeit häufig von der Politik formuliert wurde, Betroffene zu unterstützen, lässt eine einheitliche Praxis noch immer auf sich warten. Immer mehr Studierendenvertretungen richten daher Forderungen an Bund und Länder. Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) unterstützt deswegen ergänzend zu ihrer Pressemitteilung vom 02.04.2020 [1] den Forderungskatalog des Bündnisses Solidarsemester [2] vollumfänglich, der vom freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) aufgestellt wurde.

 

Derzeit sind die Probleme für Studierende vielfältig: Sei es der verlorene Job, die Frage nach der Anrechnung des Semesters auf die maximale Wohnzeit in studentischen Wohnheimen, die anfallenden Kosten für Langzeit- und ausländische Studierende oder der Umgang mit Studienkrediten und BAföG. Immer wieder rückt dabei die Notlage der Studierenden in den Hintergrund, weil sich die Hochschulen primär mit der Fortsetzung der Lehre beschäftigen. Trotz der Bedeutsamkeit der digitalen Lehre im Sommersemester fordert die ADF jedoch die Entscheidungsträgerinnen und -träger dazu auf, die studentischen Belange auch außerhalb der Lehre stärker zu berücksichtigen. „In keiner Weise darf der Umgang mit der aktuellen Situation den finanziellen Ruin für die Studierenden bedeuten”, fordert Philip Plättner, Fraktionssprecher und stellvertretender Vorsitzender der ADF. Finanzielle Notlagen müssen verhindert werden! Da Studierende im Regelfall laut § 7 Abs. 5 SGB II vom ALG II ausgeschlossen sind, müssen alle Zahlungen unkompliziert weitergeführt und neue Anträge ohne den langwierigen und komplizierten Zulassungsvorgang ermöglicht werden.  „Es muss klare Regelungen geben, die den Studierenden unter die Arme greifen. Bund, Länder und die Hochschulen stehen nun in der Pflicht”, so Plättner weiter.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) ruft alle Studierenden und studentischen Bewegungen dazu auf, gemeinsam die durch das Bündnis formulierten Forderungen des Solidarsemesters zu unterstützen. „Nur solidarisch können wir diese Situation meistern. Dabei muss gruppen- und fraktionsübergreifend konstruktiv zusammengearbeitet werden“, ist Plättner überzeugt. „Das Solidarsemester muss mit einer starken und geschlossenen Studierendenvertretung beginnen.” Darum begrüßt die ADF, dass der AStA der Universität Göttingen das Solidarsemester bereits unterstützt und steht für weitere überfraktionelle Zusammenarbeit gerne zur Verfügung.

 

Referenzen:

[1] ADF, 02.04.2020, Link: https://www.adf-goettingen.de/aktuelles 

[2] Solidarsemester 2020, fzs, 06.04.2020, Link: https://solidarsemester.de

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Finanzielle Notlagen verhindern! ADF unterstützt Bündnis Solidarsemester
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Nur das Nichtsemester ist ein faires Semester! Keine Nachteile für Studierende wegen Corona!

Donnerstag, 02.04.2020

Die Corona-Pandemie trifft auch Studierende hart. Als unabhängige Hochschulgruppe an der Georg-August-Universität Göttingen positioniert sich die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) wie auch andere Studierendenverbände, u.a. der freie Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) [1], dazu, welche Maßnahmen und Regelungen nun für ein faires Studium während und nach der Pandemie zu Gunsten der Studierenden in Niedersachsen getroffen werden müssen. Wir schließen uns dem offenen Brief aus Forschung und Lehre mit der Forderung nach einem Nichtsemester [2] an und heben besonders den Zusatz aus Studierendenperspektive der Bundesfachschaftenkonferenz Wirtschafts- und Wirtschaftssozialwissenschaften (BuFaK WiSo) [3] hervor.

„Insbesondere in diesen Krisenzeiten müssen wir uns als Statusgruppe solidarisch zeigen und gemeinsam gegen Entscheidungen zulasten der Studierenden einstehen“, führt Philip Plättner, Fraktionssprecher und stellv. Vorsitzender der ADF aus, der auch in der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) aktiv ist.

 

Für uns steht fest: An Hochschulen, die im Normalfall auf die Präsenz der Studierenden in den Lehrveranstaltungen setzen, kann das kommende Sommersemester, das nicht oder nur in Teilen in den Hochschulen umgesetzt werden kann, nicht als regulär betrachtet werden. Die Verschiebung des Semesterstartes und der Verzicht auf Lehrveranstaltungen in Präsenz kann unserer Auffassung nach nicht vollständig über digitale Lehre abgefangen werden. Je nach Fachrichtung und Studiengang sind die Auswirkungen mitunter weitreichend. Wir fordern daher maximale Flexibilität der Beteiligten. „Es kann nicht sein, dass den Studierenden durch COVID-19 irgendwelche Nachteile entstehen. In der aktuellen Situation ist nur das Nichtsemester ein faires Semester für die Studierenden“, ist Plättner überzeugt.

 

Zusätzlich zu den Forderungen aus dem offenen Brief und den Ergänzungen der BuFaK WiSo wollen wir drei Forderungen für niedersächsische Hochschulen und die Georg-August-Universität Göttingen unterstreichen:

  1. Gesetzliche Fristen, die im Zusammenhang mit dem Studium oder der Wissenschaft stehen, sind zunächst auszusetzen oder zumindest um sechs Monate zu verschieben. Ebenso müssen alle zeitlichen Regelungen und Fristen für Studierende von der Universität und dem Studentenwerk Göttingen ausgesetzt oder verschoben werden.
  2. Studierende sollen freiwillig die Möglichkeit erhalten, Studienleistungen im Nichtsemester ablegen zu können. Dabei sollen erfolgreiche Prüfungen dem Wintersemester 2019/20 zugeordnet werden. Weiterhin sollen Prüfungsformen flexibilisiert und Prüfungsordnungen angepasst werden, sodass unter Beibehaltung der Lernziele der Freiraum für die Studierenden maximiert werden kann. Aufgrund der Bedeutung für die Gesundheitsversorgung des Landes muss gleichzeitig die Ausbildung angehender Ärztinnen und Ärzte jedoch weiterhin gewährleistet werden, ohne dass den Studierenden der Medizin hierbei Nachteile entstehen. 
  3. Die Pandemie trifft viele Studierende auch finanziell. Die Auswirkungen für die verschiedenen Einzelfälle können dabei kaum abgesehen werden. Wir schließen uns daher der Forderung der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke nach einem Nothilfefonds für Studierende [4] an. An den Hochschulen sollen für das Sommersemester abgesprochene Verträge für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte eingegangen werden, da Studierende für ihren Lebensunterhalt auf das Einkommen angewiesen sein können.

Wir sehen neben der Bundesregierung in erster Linie die Niedersächsische Landesregierung in der Verantwortung, die Folgen für die akademische Lehre und Forschung in Niedersachsen abzufangen und sich für die Studierenden einzusetzen. Daher fordern wir den Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU), dazu auf, einheitliche Regelungen für die niedersächsischen Hochschulen zu erreichen. Die Entscheidungen sollen möglichst auf Landesebene getroffen werden und die Umsetzungen an den Standorten unter Koordination der niedersächsischen Hochschulen erfolgen.

 

Falls die Landesregierung nicht zur Umsetzung der oben genannten Forderungen im Stande ist, fordern wir unsere Universität dazu auf, in ihrem Kompetenzrahmen als Stiftungsuniversität den Forderungen zu entsprechen. Über unsere Vertreterinnen und Vertreter in der akademischen Selbstverwaltung werden wir als Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder fortlaufend dafür kämpfen.

 

„Ein regulärer Lehrbetrieb kann in der jetzigen Situation nicht gewährleistet werden – auch nicht digital! Die Universität Göttingen hat den Studierenden mehrfach versichert, dass ihnen aus der unverschuldeten Situation keine Nachteile entstehen sollen. Daher ist das Nichtsemester die einzige logische Konsequenz“, erklärt Anika Bittner, studentische Senatorin der ADF. 

 

Die ADF begrüßt das Engagement des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) unserer Universität innerhalb des Hochschuldiskurses und die umfangreiche Kommunikation zu der Corona-Pandemie für Studierende. Dennoch erwarten wir auch auf hochschulpolitischer Ebene in Land und Bund den Einsatz des AStA, der derzeit von der Grünen Hochschulgruppe (GHG), der Juso-Hochschulgruppe (Juso-HSG), der Alternativen Linken Liste (ALL) und weiteren Gruppen getragen wird. Dazu fordert die ADF den AStA auf, den offenen Brief aus Forschung und Lehre im Namen der Studierendenschaft zu unterzeichnen und für die Mitzeichnung durch Studierende zu bewerben. Weiterhin soll der AStA in der Landes-ASten-Konferenz (LAK) darauf hinwirken, dass die Studierendenschaften in Niedersachsen gemeinsam das Nichtsemester unterstützen und die oben ausgeführten Forderungen an die Niedersächsische Landesregierung stellen. AStA und LAK können sich nun dazu entscheiden, konkret Hochschulpolitik von Studierenden für Studierende zu gestalten.

 

Referenzen:

[1] fzs, 23.03.2020, Link: https://www.fzs.de/2020/03/23/offener-brief-das-sommersemester-muss-ein-nicht-semester-werden/

[2] Petition Nichtsemester, 22.03.2020, Link: https://www.nichtsemester.de/cbxpetition/offener-brief/

[3] BuFaK WiSo, 27.03.2020, Link: https://www.bufak-wiso.de/nichtsemester.html

[4] Studentenwerk Göttingen, 27.03.2020, Link: https://www.studentenwerk-goettingen.de/presse/detail/nothilfefonds-fuer-studierende-niedersaechsischer-hochschulen-224.html 

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Nur das Nichtsemester ist ein faires Semester! Keine Nachteile für Studierende wegen Corona!
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Über die absichtliche Missachtung parlamentarischer Prinzipien: Unser Bericht aus dem FSP Sowi 2020!

Mittwoch, 04.03.2020

Ihr würdet gerne wissen, wie es mit dem Druckguthaben für euch als Studierende an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät aussieht und ob es bald wieder Tutorien gibt? Wir auch! Darum fragten unsere zwei Mandatsträger Leah und John (ADF) im Fachschaftsparlament (FSP) der Sozialwissenschaftlichen Fakultät auf der konstituierenden Sitzung des FSP genau danach. Allerdings wurden unsere Fragen von den Vertreterinnen und Vertreter der Juso-HSG, Grünen Hochschulgruppe (GHG) und der Alternativen Linken Liste (ALL), die den Fachschaftsrat bisher stellten und auch in diesem Jahr wieder stellen werden, kaum zufriedenstellend beantwortet, denn Antworten wurden nur widerwillig und in kaum ausreichendem Ausmaß gegeben. Man berief sich darauf, dass die Studienkommission Teil der akademischen Selbstverwaltung sei und somit nicht Thema des FSR. Den meisten Studierenden dürfte diese Unterscheidung aber ziemlich egal sein. Die prekäre finanzielle Situation ist immerhin das beherrschende Thema an der SoWi-Fakultät. Dass sich der FSR hier hinter der Vertraulichkeit von Gremiensitzungen versteckt, finden wir schade und widerspricht dem Auftreten während der Vollversammlung im vergangenen Jahr.

 

Das eigentlich Entscheidende an der Sitzung war die Wahl des Fachschaftsrates (FSR) an der sozialwissenschaftlichen Fakultät, der für euch Veranstaltungen durchführen und Services für euer Studium anbieten soll. Dazu gibt es auch nicht viel zu sagen, weil vier der sechs Personen auf der Sitzung, auf der sie in ihr Amt gewählt wurden, nicht anwesend waren und Fragen zu ihnen oder eine Vorstellung ihrer Person durch die anderen Menschen ihrer Hochschulgruppe verweigert wurden.

 

Neben der fehlenden Kooperation und Transparenz seitens der Vertreterinnen und Vertreter der Juso-HSG, GHG und ALL mussten Leah und John auch feststellen, dass teilweise in den Ordnungen der Studierendenschaft festgeschriebene Verfahren und Regeln nicht beachtet werden: Die FSPs wurden entweder verspätet oder sogar gar nicht geladen. Der alte Haushalt wurde nicht an die aktuellen Studierendenzahlen angepasst und im neuen Haushalt fehlen die FinO §10 vorgesehen IST-Zahlen des vergangenen Jahres. All dies macht die parlamentarische Kontrolle des Fachschaftsrats umso schwieriger.

 

Leah und John sind ernüchtert von den Umständen in der sozialwissenschaftlichen Fachschaft und versprechen euch, sich dafür einzusetzen, die Verwendung eurer Studierendenschaftsbeiträge an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät transparent zu machen und eure Interessen in den Mittelpunkt zu stellen.


Linker AStA gewählt! ADF positioniert sich zur Neubildung des AStAs

Sonntag, 01.03.2020

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) gratuliert der neuen Koalition im Studierendenparlament und begrüßt grundsätzlich die schnelle und erfolgreiche Bildung eines neuen Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Wir hoffen, dass hierdurch schnell ein neuer Haushaltsplan verabschiedet werden kann. 

 

Als höchstes Gremium der studentischen Selbstverwaltung an der Georgia-Augusta ist es die Kernaufgabe des Allgemeinen Studierendenausschusses die demokratisch legitimierte Vertretung aller Studierender darzustellen. Wir sind gespannt, wie der starke linkspolitische Fokus der Koalition sowie der eingerichteten Referate die Arbeit im kommenden Jahr beeinflussen wird. “Uns wurde in der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlamentes die Veröffentlichung eines Fahrplans versprochen, welcher erklärt, wie sich die sechs Gruppen eine produktive Arbeit des AStA vorstellen. Ob die vielen zusätzlichen Referate nicht doch der Beginn einer Irrfahrt sind, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.” meint John Brüne, ehemaliger Hochschulreferent im AStA 2019 für die ADF. “Inwieweit die mit der Einführung von zusätzlichen Referaten steigenden Personalkosten auch einen Nutzen für die Studierenden haben werden, bleibt abzuwarten”

 

Die Interessen der Studierenden in den Mittelpunkt zu setzen und diese sowohl im Kontext der eigenen Universität, aber auch nach außen gebührend zu vertreten, erachten wir als immanente Pflichten eines jeden AStAs. Wir rufen alle im AStA tätigen Menschen dazu auf, die im Niedersächsischen Hochschulgesetz §20 Abs. 1 festgeschriebene allgemeinpolitische Neutralität, insbesondere in Bezug auf die eingerichteten Referate “Politische Bildung”, “Ökologie und Nachhaltigkeit” sowie “Soziale Kämpfe” zu wahren, und im Rahmen der Ausübung ihres Amtes auf einen wissenschaftlichen und konstruktiven Diskurs zu achten. 

 

Wir wünschen dem neuen AStA viel Erfolg in der kommenden Legislatur und stehen zur weiteren konstruktiven Kooperation selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. 

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ADF positioniert sich zu Neubildung des AStA
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Aktionstag gegen die Unterfinanzierung der niedersächsischen Studierendenwerke

Dienstag, 29.10.2019

Am 29. Oktober setzt das Bündnis SOS Studiwerk Göttingen gemeinsam mit Studentenwerk Göttingen ein Zeichen gegen die mangelhafte Finanzierung der Studierendenwerke in Niedersachsen. Unter dem Motto „Wir müssen die Suppen auslöffeln, die ihr uns einbrockt“ wird das Angebot der Mensen auf Eintopf eingeschränkt. Auch in weiteren Universitätsstädten in Niedersachsen sind für den Tag ähnliche Aktionen geplant.

Hintergrund des Aktionstages ist die fortdauernde Unterfinanzierung der niedersächsischen Studierendenwerke. Dies führt zu steigenden Semesterbeiträgen und Erhöhungen bei den Miet- und Essenspreisen. Außerdem ist bei den Wohnheimen ein erheblicher Sanierungsstau entstanden. Dennoch hat das Land Niedersachsen die Zuschüsse für die Studierendenwerke seit mehreren Jahren nicht erhöht, wodurch die steigenden Kosten nun auf die Studierenden umgelegt werden. 

In Göttingen wurden im Juni eine Erhöhung des semesterweise zu bezahlenden Studierendenwerksbeitrags um 30 Euro und eine Erhöhung der Mieten um 10 Euro pro Wohnplatz beschlossen. Bereits damals hatte das Bündnis SOS Studiwerk zu Protesten aufgerufen und das Land aufgefordert, seiner Verpflichtung nachzukommen, die Studierendenwerke mit einer ausreichenden Finanzierung auszustatten. 

Zusammengefasst fordert das Bündnis SOS Studiwerk: 

  • ein Sofortprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro,
  • die Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25 Prozent,
  • eine automatische, jährliche Erhöhung des Landeszuschusses um 3 Prozent.

Das Bündnis SOS Studiwerk ist ein Zusammenschluss aus dem AStA der Uni Göttingen, den studentischen Senator*innen, einigen Fachschaftsräten, Vertreter*innen aus den Wohnheimselbstverwaltungen und hochschulpolitischen Gruppen. Es setzt sich für eine ausreichende Finanzierung der Studierendenwerke in Niedersachsen ein und ist zu diesem Zweck mit weiteren niedersächsischen Studierendenvertretungen vernetzt.

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Resolution Studentenwerk Göttingen
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Koalition aus ADF und LHG gestaltet unabhängige Hochschulpolitik im AStA

Donnerstag, 06.06.2019

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) und die Liberale Hochschulgruppe (LHG) an der Universität Göttingen stellen in dieser Wahlperiode als Koalition zusammen den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und setzen sich dabei für eine Hochschulpolitik von Studierenden für Studierende ein. Die Hochschulgruppen veröffentlichen auf diesem Wege den Koalitionsvertrag. „Beiden Gruppen ist Transparenz und Kommunikation in der studentischen Selbstverwaltung sehr wichtig und daher wollen wir mit der Veröffentlichung allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich mit unseren Überlegungen für den AStA auseinandersetzen zu können“, erklärt Charlotte Bahr, Vorsitzende der LHG.

Im Koalitionsvertrag haben die Hochschulgruppen Leitlinien für ihre Zusammenarbeit und das Selbstverständnis des AStA festgelegt. Darüber hinaus werden konkrete Projekte und Veranstaltungen benannt, die in dieser Wahlperiode durchgeführt werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel die Erstsemesterbetreuung, die Initiativenförderung sowie das Engagement für ein digitales Studium und mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus. 

„Der Koalitionsvertrag bildet alle Punkte, die unseren beiden Gruppen wichtig sind, in hervorragender Weise ab und schafft damit die Grundlage für einen serviceorientierten und unabhängigen AStA für alle Studierenden“, ergänzt Tim Kutz, Vorsitzender der ADF.

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Pressemitteilung: ADF-LHG Koalitionsvertrag
PM_ADF_LHG_Koalitionsvertrag.pdf
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ADF-LHG Koalitionsvertrag 2019/2020
Koalitionsvertrag_ADF_LHG.pdf
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Ausbildung statt Ausbeutung - Für faire Bedingungen im Praktischen Jahr des Medizinstudiums

Mittwoch, 16.01.2019

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) unterstützt die Forderungen der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) e.V. und der Fachschaft Medizin Göttingen für faire Bedingungen im Praktischen Jahr (PJ). Außerdem weist die ADF auf die aktuelle Online-Petition der bvmd hin, die sich u.a. an das Bundesministerium für Gesundheit und den Medizinischen Fakultätentag richtet.

Auch die Göttinger Medizinstudierenden sind von unfairen Bedingungen im PJ im Universitätsklinikum betroffen. Um den Forderungen nach u.a. einer gerechteren finanziellen Vergütung und zeitlichen Freiräumen für das Selbststudium auch vor Ort in Göttingen Nachdruck zu verleihen, schloss sich daher auch die Fachschaft Medizin der heutigen bundesweit konzertierten Demonstration der bvmd an.

Der Göttinger Fachschaftsrat für Inhaltliches der Medizinischen Fakultät Philip Plättner (ADF) erläutert: „Die derzeitigen Bedingungen sind nicht länger hinnehmbar. Es kann nicht sein, dass Studierende laut Studienordnung mind. 40h/Woche arbeiten müssen, und dafür lediglich mit 400 Euro entlohnt werden, die dann auch noch voll auf das BAföG anzurechnen sind. Krankheitstage werden von den Urlaubstagen abgezogen und neben der Arbeit auf Station müssen wir uns auch auf den Dritten Teil der Ärztlichen Prüfung unseres Studiums vorbereiten.“ Daher fordere die Fachschaft Medizin Göttingen eine drastische Verbesserung der Bedingungen. „Damit Medizinstudierende wieder ohne Existenzängste herausragende Lehre im Praktischen Jahr deutschlandweit bekommen können“, so Plättner, der auch die heutige Demonstration in Göttingen mitorganisierte.

„Als Hochschulgruppe von Studierenden für Studierende wird sich die ADF in der Universität und dem Universitätsklinikum Göttingen dafür einsetzen, dass die Forderungen der bvmd in Göttingen realisiert werden, und bieten der Fachschaft Medizin gerne unsere Unterstützung an,“ so Anika Bittner, Spitzenkandidatin der ADF für den Senat bei den aktuell stattfindenden Hochschulwahlen. Die ADF wird in die morgige Sitzung des Studierendenparlamentes eine Resolution per Dringlichkeitsantrag einbringen, nach der sich die Studierendenschaft mit den Medizinstudierenden solidarisiert und die Forderungen für ein gerechteres PJ ausdrücklich unterstützt.

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PM: Ausbildung statt Ausbeutung - Für faire Bedingungen im PJ des Medizinstudiums
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PM: Passivität des MWK schürt das Wohnraumproblem für GöttingerStudierende weiter

Freitag, 11.01.2019

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) der Universität Göttingen fordert das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) dazu auf, endlich die Wohnraumnot für die Studierenden in Göttingen zu mildern. Dazu müssen die finanziellen Zuwendungen an die Studentenwerke und die Sondermittel für den Bau und die Sanierung von Wohnheimen erhöht werden! Die Höhe der Zuweisungen stagniert seit Jahren, die Sondermittel sollen sogar gestrichen werden.

Eine nachhaltige Lösung kann nur mit zusätzlichem Wohnraum durch das Studentenwerk geschaffen werden, weil sich Studierende gegenüber Berufstätigen auf dem freien Wohnungsmarkt in Göttingen nur schwer durchsetzen können und auch sozialer Wohnraum nur begrenzte Kapazitäten hat, um die eine Vielzahl ökonomisch schwächer gestellter Gruppen konkurrieren.

In einem Brief an Minister Thümler hatte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen bereits im Oktober vor dem Mangel an studentischem Wohnraum gewarnt und darauf hingewiesen, dass keine Strategie für die Sicherung des Wohnraums für Studierende im Handeln der Landesregierung erkennbar sei. Man forderte eine bessere Finanzierung der Studentenwerke sowie eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Städten, Universitäten und Studierendenschaften unter Leitung des MWK. Leider entsprach das MWK keiner der Forderungen und verwies auf eine Reihe kleinerer Fördermaßnahmen (u.a. die Finanzierung von 64 neu geschaffenen Wohnheimsplätzen in Göttingen), die allerdings nach Auffassung der ADF keine wirkliche Durchsetzungskraft erzielen.

„Herr Thümler muss sich endlich der Wohnraumproblematik in Göttingen annehmen und das nicht nur aus sozialer Verantwortung, sondern auch und vor allem, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern“, fordert Rene Rahrt, der für die ADF als Vorsitzender des AStA der Universität Göttingen aktiv ist. „Göttingen als wichtige traditionelle Breitenuniversität ist von zentraler Bedeutung für das Land Niedersachsen und daher ist die Passivität des MWK in dieser Problematik absolut nicht nachvollziehbar. Wir fühlen uns im Stich gelassen!“, bedauert Rahrt weiterhin.

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