PM: Passivität des MWK schürt das Wohnraumproblem für GöttingerStudierende weiter

 

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) der Universität

Göttingen fordert das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur

(MWK) dazu auf, endlich die Wohnraumnot für die Studierenden in Göttingen zu

mildern. Dazu müssen die finanziellen Zuwendungen an die Studentenwerke und die

Sondermittel für den Bau und die Sanierung von Wohnheimen erhöht werden! Die

Höhe der Zuweisungen stagniert seit Jahren, die Sondermittel sollen sogar gestrichen

werden.

Eine nachhaltige Lösung kann nur mit zusätzlichem Wohnraum durch das

Studentenwerk geschaffen werden, weil sich Studierende gegenüber Berufstätigen auf

dem freien Wohnungsmarkt in Göttingen nur schwer durchsetzen können und auch

sozialer Wohnraum nur begrenzte Kapazitäten hat, um die eine Vielzahl ökonomisch

schwächer gestellter Gruppen konkurrieren.

In einem Brief an Minister Thümler hatte der Allgemeine Studierendenausschuss

(AStA) der Universität Göttingen bereits im Oktober vor dem Mangel an studentischem

Wohnraum gewarnt und darauf hingewiesen, dass keine Strategie für die Sicherung

des Wohnraums für Studierende im Handeln der Landesregierung erkennbar sei. Man

forderte eine bessere Finanzierung der Studentenwerke sowie eine Arbeitsgruppe aus

Vertreterinnen und Vertretern von Städten, Universitäten und Studierendenschaften

unter Leitung des MWK. Leider entsprach das MWK keiner der Forderungen und

verwies auf eine Reihe kleinerer Fördermaßnahmen (u.a. die Finanzierung von 64 neu

geschaffenen Wohnheimsplätzen in Göttingen), die allerdings nach Auffassung der

ADF keine wirkliche Durchsetzungskraft erzielen.

„Herr Thümler muss sich endlich der Wohnraumproblematik in Göttingen annehmen

und das nicht nur aus sozialer Verantwortung, sondern auch und vor allem, um die

Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern“, fordert Rene Rahrt, der für die ADF als

Vorsitzender des AStA der Universität Göttingen aktiv ist. „Göttingen als wichtige

traditionelle Breitenuniversität ist von zentraler Bedeutung für das Land Niedersachsen

und daher ist die Passivität des MWK in dieser Problematik absolut nicht

nachvollziehbar. Wir fühlen uns im Stich gelassen!“, bedauert Rahrt weiterhin.

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