Unsere Wahlziele

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) versteht sich als unabhängige Hochschulgruppe, die fernab von allgemeinpolitischen Idealen vor allem einen Auftrag verfolgt: die nachhaltige Verbesserung der Studienbedingungen für die Studierenden an der Georg-August-Universität Göttingen. Dabei steht für uns vor allem der Service im Vordergrund, von dem Ihr alle profitieren könnt. Mit Eurer Stimme für die ADF bestätigt ihr dieses rein hochschulpolitische Verständnis und setzt Euch darüber hinaus dafür ein, dass wir folgende neun Ziele erreichen werden.

 

 

Wir wollen die Studienbedingungen für Euch verbessern – dazu brauchen wir Eure Stimme! Vom 16.01. bis zum 18.01.2018 habt ihr dazu bei den Hochschulwahlen die Möglichkeit. Gewählt werden Studierendenvertreter für die Kollegialorgane der Universität, den Senat und die Fakultätsräte sowie für das Studierendenparlament und die Fachschaftsparlamente.

 

Unser Wahlprogramm, alle Kandidatinnen und Kandidaten, vertiefende Infos zu allen Semestertickets und der Exzellenzinitiative und alle Wahllokale und -termine findet ihr wie immer auch im Wadenbeißer!

Hier findet ihr die aktuelle Ausgabe zur Uni-Wahl - auch direkt zum online lesen

 

 

Für herausragende Qualität in Lehre und Studium

 

Die wohl banalste, aber zugleich fundamentalste Aufgabe der Universität ist es, die Studienbedingungen optimal an Eure Bedürfnisse als Studierende anzupassen und dabei extrem hohe Qualitätsstandards an die Lehre anzuwenden. Wir lassen eine Verwendung der Studienqualitätsmittel (SQM) nur zu, wenn daraus ein unmittelbarer Nutzen für Euch resultiert, denn der Zweck der SQM ist einzig und allein die Sicherung und Optimierung der Lern- und Studienqualität. Zur Verbesserung der Lehre fordern wir, Lehrende zur Teilnahme an Angeboten der Hochschuldidaktik zu verpflichten. Während jüngere Dozenten gewissermaßen eine intrinsische Motivation zur Nutzung neuer Lehrkonzepte aufweisen, verwertet mancher alteingesessene Professor denselben Satz Folien seit 20 Jahren. Eine exzellente Universität hat die Pflicht, den Studierenden zu jedem Zeitpunkt moderne Lehre anzubieten – sowohl auf fachlich-inhaltlicher Ebene als auch auf methodischer. Die ADF appelliert an das Präsidium, ein Programm Lehre+ zu konzipieren, das als Motor für die Modernisierung der Lehrmethoden wirkt.

 

Für ein starkes ZESS-Angebot

 

Alleinstellungsmerkmal der Universität Göttingen ist die Zentrale Einrichtung für Sprachen und Schlüsselkompetenzen (ZESS), die in der Theorie Studenten eine Breite an Sprachund Soft Skill-Angeboten auf hohem Niveau zur Verfügung stellen soll. Die Praxis sieht allerdings anders aus: Zu wenig Kurse auf zu niedrigem Level werden angeboten. Darüber hinaus sind diese völlig überlaufen. Schuld für diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage sind struktureller Natur. Das Finanzierungskonzept der ZESS ist fragwürdig und unsicher. Auch das Personalmanagement gegenüber den Dozierenden ist unzuverlässig. Verträge werden teilweise erst nach Beginn eines neuen Kurses verlängert – das wirkt sich negativ auf die Qualität des Kurses aus. Die ADF fordert daher: Das Etat der ZESS muss erhöht werden! Kurse müssen kostenlos für Studierende bleiben! Außerdem setzen wir uns für eine Studienberatung im ZESS für die spezifischen Studiengänge ein, sodass der eigentliche Sinn der ZESS erzielt werden kann: individuelle Studienprofile im extracurricalen Bereich für Euch.

 

Für eine echte Digitalisierung des Studiums

 

 

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder fordert eine verlässliche digitale Infrastruktur: eCampus muss stabil laufen! In diesem Zusammenhang muss die Universität ausfallsichere Serversysteme gewährleisten. Neben Optimierungen im Bereich Hardware setzen wir uns für umfangreicheren Zugriff auf Online-Datenbanken und studienspezifische Software ein. Im Entwurf des Leitbilds Lehre, das die Grundsäulen der Lehre an der Universität Göttingen beschreiben soll, wird die Digitalisierung des Lernens beschworen. Wir fordern daher echte eLearning-Konzepte, die einen Mehrwert für die heterogene Studierendenschaft bietet, sodass Lernende individuell und ortsungebunden ihren Lernprozess strukturieren können. Das heißt auch: Alle Vorlesungen müssen endlich als Video verfügbar sein. Auch zugunsten der Barrierefreiheit für Online-Medien sprechen wir uns für eine Evaluation der bisherigen Medien aus. Es sollte auf Leuchtturm-Projekte wie den Digital Creative Space verzichtet werden, dessen sehr unausgereiftes Konzept entgegen der Meinungen einer Mehrheit der Studierenden umgesetzt werden soll. Daher muss dieser Prozess kritisch begleitet werden.

 

Universitätsgebäude dringend renovieren!

 

 

Räumlichkeiten sanieren! Wir stellen die Forderung an das Präsidium, dringend nötige Sanierungen durchzuführen – allen voran die Sanitäranlagen im ZHG! Viele ältere Gebäude der Universität sind zudem nicht barrierefrei – die ADF fordert daher, dass alle Universitätsgebäude auf Barrierefreiheit überprüft und entsprechend auf diese hin ausgerichtet werden. Wie auf dem Nordcampus vorgemacht, sprechen wir uns auch für ein Beleuchtungskonzept für die anderen Standorte universitärer Einrichtungen aus. Die Studierenden als wichtige Nutzergruppe in die Umbaumaßnahmen des Universitätsklinikums einzubinden, ist eine weitere zentrale Forderung der ADF.

 

Nordcampus weiterentwickeln!

 

 

Die eigens eingerichtete AG Nord der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder befasst sich als offene Initiative mit den Bedürfnissen der Studierenden am Nordcampus. In Gesprächen wurde deutlich: Es fehlt an Lernraum! Wir wollen daher ein Konzept für ein LSG Nord, das den Nordcampus strukturell an den Zentralcampus angleicht. In diesem Zusammenhang fordern wir ein Konzept, das ein Campusfeeling für den nördlichen Universitätsstandort schaffen soll. Darüber hinaus müssen die Öffnungszeiten der Bibliotheken am Nordcampus – vor allem in der vorlesungsfreien Zeit – ausgedehnt werden. Für die anstehende Sanierung der Nordmensa bestehen wir darauf, Studenten des Nordcampus in die Planungen zu integrieren und Eure Bedürfnisse an die neue Mensa in diesem partizipativen Prozess zu erfüllen!

 

Studentischen Wohnraum schaffen!

 

 

Mit Anne Müller hat die ADF eine starke Vertretung für Eure Interessen im Vorstand des Studentenwerks. Wir machen uns stark dafür, dass neuer Wohnraum für Studenten geschaffen wird. Die ADF setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass der getestete Belegungsmodus, in dem Studenten auch einzelne Plätze in Wohnheim-WGs bekommen können, für alle Wohnheime Anwendung findet. Wir fordern zudem, dass allen Studierenden gleichermaßen Wohnheimsplätze an allen Standorten des Studentenwerks zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Das schließt auch die Kapazitäten in der Roten Straße ein. Wir denken, dass die Sanierung des Gebäudes nötig ist und vom Studentenwerk durchgeführt werden muss, allerdings auch, dass die Mieten dieser Wohnheimsplätze dafür auf das Niveau der üblichen Wohnheimsmieten erhöht werden müssen. Dafür muss auch gelten: Die Mieten des freien Marktes müssen unterschritten bleiben.

 

Mehr Soziales im Studium

 

 

Gerade wo Gebühren in einigen Bundesländern wieder Thema werden: Wir sind gegen Studiengebühren! Die ADF fordert, von Studiengebühren jeglicher Art abzusehen. Außerdem setzen wir uns für ein Teilzeitstudium in allen Studiengängen ein. Es kann äußere Umstände geben, die es notwendig machen, die wöchentliche Studienlast zu reduzieren, insbesondere wenn die Finanzsituation des Studierenden schwierig ist. Eine einfache Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss weiterhin reichen, um nicht an einer Klausur teilnehmen zu müssen. Es steht nicht dem Prüfungsamt zu, außerhalb seiner Expertise darüber zu entscheiden, ob eine Krankheit die Studierenden daran hindert, an einer Klausur teilzunehmen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Fakultäten diese Regelung nicht umgehen können! In unserem serviceorientierten Verständnis werden wir uns außerdem dafür einsetzen, dass Euch weitreichende Beratungen offeriert werden: Beratungsangebote soll es in den Bereichen Recht, Steuern sowie Psychosoziales geben – und das möglichst an allen Standorten: am Z-Campus, am Nordcampus und auch im Klinikum.

 

Mehr Service durch den AStA

 

 

Wir verstehen den Allgemeinen Studierendenausschuss als Dienstleister für alle Studierenden, und nicht nur für eine bestimmte Klientel. Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder wird daher die Arbeit des AStA politisch unabhängig gestalten und Eure Wünsche rund um das studentische Leben mit in die Planungen einbeziehen. Wir stehen für Transparenz und Effizienz! Daher werden wir Leistungen auf einem besseren Niveau als bisher mit weniger Ressourcen realisieren. Dazu planen wir eine Qualitätsoffensive für die Arbeit im AStA, um bisher gut laufende Punkte zu sichern und schwach angenommene Konzepte zu erneuern oder zu ersetzen.

Mehr Fachschaft für Euch

 

 

Die individuellen Voraussetzungen für ein hervorragendes Studium an Eurer Fakultät kennt Eure Fachschaft am besten. Dazu bekennen wir uns als Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder. Daher werden wir den AStA zu einer Schnittstelle für die Fachschaften umgestalten und damit den dezentralen Service für Euch stärken. Dies geschieht in einem Wechselspiel aus Expertisentransfer: Der AStA profitiert vom Wissen der Fachschaften, die Fachschaften profitieren von der Infrastruktur des AStA. Die ADF erkennt das hochschulpolitische Subsidiaritätsprinzip an. Die Fachschaften wissen am besten, wie sie das Studium verbessern können. Insofern sollen die Studienkommissionen der Fakultäten unterstützt werden, zu reflektieren, ob zentral angedachte Maßnahmen wie eine Anynomysierung von Prüfungsleistungen für die Studierenden dieser Fakultät sinnvoll sind.